Donnerstag, 20. Januar 2011

Steine im Weg bedeuten nicht, dass du einen anderen Weg zu gehen brauchst...

...sondern besteige sie, um eine neue Perspektive zu gewinnen.

So in etwa dürfte eine typische buddhistische Weisheit lauten.

Der erste Stein auf meinem Weg ist sicherlich die Bewältigung der Sprache. Obwohl ich nun seit zwei Jahren lerne, davon eines im Eigenstudium und fast eines an der VHS, fühle ich mich noch nicht bereit, mich dort ins Getümmel zu stürzen.

Der zweite Stein wären die Studienvoraussetzungen für Heilpädagogik.
Seit einigen Tagen sind endlich die Einschreibungsfristen online sowie verschiedene mögliche Gesprächstermine und Co.

Vor einigen Tagen versuchte ich aus einem Impuls heraus an der Kath. Fachhochschule anzurufen; natürlich bei dem jeweiligen Ansprechpartner. Leider nahm niemand ab und ich legte auch schnell wieder auf mit dem Vorhaben, dort persönlich vorbei zu kommen. Am nächsten Tag war ich dann doch sehr erstaunt, als ich in meiner Pause in der Berufsschule auf mein Mobiltelefon schaute und eine mir unbekannte Nummer entdeckte. Lange rätselte ich und konnte mir doch keinen Reim darauf machen. Kurzum wählte ich die Nummer und siehe da! Ich war mit der Kath. Fachhochschule verbunden.
Lange Rede, kurzer Sinn: Der nette Herr am Telefon hat mir gänzlich andere Informationen verkauft als sie auf der Homepage stehen.
Anstatt eines dreimonatiges Praktikums sind Studienvoraussetzungen ein 1-Jahres-Praktikum sowie ein tiptop Abizeugnis; beides kann ich leider nicht vorlegen. Darauf fragte ich, ob eine lebenslange Erfahrung und Praxis denn nicht ausreichen seien.
"Nein, da müssen Sie dennoch ein Praktikum nachweisen können. Machen Sie sich aber keine Hoffnung, bei Ihrer Note (sie ist eine 3,0; Anmerkung der Autorin), mit dem Durchschnitt werden Sie hier gar nicht aufgenommen."
Sieht man jetzt einmal davon ab, dass ich bereits 6 Wartesemester auf dem Buckel habe und als ein sogenannter "Härtefall" zweiten oder dritten Grades gelte, da einige Richtlinien auf mich zutreffen, die mir einen sofortigen Studienplatz gewährleisten würden, zutreffen, hat der nette Herr nach wie vor Unrecht.

Also werde ich mich nächste Woche nun aufmachen, während der Gesprächszeiten einzutrudeln und mal noch genauer nachzufragen und die Leute dort zu bezierzen, dass ich doch auch mein Praktikum in den Semesterferien eventuell nachholen könne, weil ich doch so engagiert sei und  mir definitiv sicher bin, dass ich für diesen Beruf wirklich berufen bin. Was tatsächlich, aus meiner Perspektive zumindest, zutrifft.

Mein heutiges Japanischpensum: Über eine App (Hello JLPT) auf meinem MP3 (oder ists nun ein MP4?)-Player drei "Arbeitsbücher" während einer Stunde insgesamt durchgearbeitet, die über ein Multiple-Choice-Verfahren genutzt werden können. Das Level ist individuell einstellbar von N5-N1; was heißt, die App ist sogar auf dem neuesten Stand! Da ich mich erstmal an N5 herantrauen möchte, lerne ich nur diese "Bücher". Wie ihr also schon erkannt habt: N5 ist das einfachste Level und N1 das höchste. Wenn du dich als "Gaijin" im Ausland bewirbst und ein Zertifikat mit einer N1 besitzt, hast du durchaus sehr gute Chancen, auch genommen zu werden; für begrenzte Zeit. Als "Gaijin" ist es überhaupt schwer, die japanische Staatsbürgerschaft zu erhalten, da die Japaner ein eigenes Inselvolk sind und es auch bleiben möchten, während sie dennoch westlich oftmals orientiert sind.
Um mit der japanischen Sprache letztlich erfolgreich sein zu können, müsste ich schon mindestens 2 Stunden täglich lernen, damit ich zum Jahresende vielleicht sogar N3 schaffen könnte...

Fortsetzung folgt....

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